Was ich Dir noch sagen wollte …

Du hast mich Stark werden lassen, denn du hast alle Hürden genommen wie sie kamen.
Du hast mir Mut gegeben, nicht Aufzugeben, immer nach einem Weg zu suchen den man Weiter gehen kann.

Du hast mir Kraft gegeben, nicht zu verzweifeln sondern die schönen Dinge im Leben nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich wollte stets für dich Da sein, Stark sein, wie Fels in der Brandung, doch wenn es Hart auf Hart kam, warst du mein Fels.

Ich bin mit dir aufgewachsen, du warst mein Anker in der Zeit des Allein seins.
Du warst immer für mich da, auch wenn du es nie bewusst Wahrgenommen hast.
Du hast mir gezeigt das es nicht schlimm ist anders zu sein, auch wenn es dich innerlich zerrissen hat, hattest du stets ein Lächeln im Gesicht.

Du hast mich in einem Jahr des Auf und Ab zu einem anderen, besseren Menschen gemacht.

Ich danke dir dafür!

Trauern


Ich habe mich immer gefragt: „Wie geht das genau?“
Gibt eine allgmeingültige Antwort`? Eine Anleitung die man abarbeiten kann? Ein Leitfaden der mich durch diese schwere Zeit bringt?

Nichts dergleichen habe ich gefunden, eher die Gewissheit “ Diesen einen, richtigen, immer wiederkehrenden Abschied gibt es nicht.“

Jedes Mal ist es anders, manchmal kommt man auch gar nicht dazu. Ein Mensch wird einfach von Jetzt auf gleich aus dem Leben gerissen. Dies passierte mit meinem Cousin, an dem ich sehr gehangen habe. Plötzlich, von einem Tag auf den anderen war er fort. Bei meinen Großeltern war es ähnlich, nur war es nicht plötzlich, sondern die „Erwachsenen“ wollten uns Kindern vor dem Ansehen des Todes und der Traurigkeit des Abschiedes schützen.“

Heute weiß ich, es war ein Fehler.

Bei meinem Onkel, den ich ein Jahr mit seiner Krebsdiagnose und steinigen Weg begleitet habe war es anders.
Ich konnte Abschied nehmen, so wie Ich es wollte.
Ich bin in seinen letzten Sekunden bei Ihm geblieben. habe seinen Kopf in meinen Armen gehalten während er mit einem lächeln einschlief.

Er war nicht allein und ich hatte das Gefühl, ich bin nicht allein so absurd es auch klingen mag.

Dies alles kommt jetzt wieder in mir zum vorschein, plane und gestalte ich für morgen die Gedenkfeier.

Um nicht allein zu sein mit meiner Traurigkeit und für die Verarbeitung des Erlebten, tut es mir gut dies zu schreiben und mit Euch zu teilen. Es lässt mich ein Stück weit inneren Frieden finden.

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